Die ungarische Polizei hat in enger Zusammenarbeit mit deutschen Behörden einen 33-jährigen Tatverdächtigen festgenommen, der angeblich für ein schweres Gewaltverbrechen im Kölner Stadtteil Neustadt-Süd verantwortlich ist. Dem Einsatz in der ungarischen Hauptstadt ging eine intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit beider Länder voraus.
Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 31. Mai, gegen 4:30 Uhr morgens. In der Zülpicher Straße wurde ein 32-jähriger Fußgänger durch mehrere Schüsse aus einem fahrenden Fahrzeug schwer verletzt. Das Opfer wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo es einer Notoperation unterzogen wurde. Die Polizei Köln leitete ein Mordermittlungsverfahren ein und begann mit der Fahndung nach dem Tatverdächtigen. Die Hintergründe des Angriffs und das Motiv des Schützen bleiben unklar.
Der als KMA identifizierte Verdächtige floh kurz nach dem Vorfall und die Ermittler erwirkten schnell einen europäischen Haftbefehl.
Da vermutet wurde, dass der 33-jährige Deutsche Kontakte nach Ungarn habe, richteten die Ermittler ihre Aufmerksamkeit bald auf das Land.
Ein Durchbruch gelang am 10. Juni, als die deutschen Behörden ihre ungarischen Kollegen über das Nationale Ermittlungsbüro (NEBEK) des ungarischen Nationalen Polizeipräsidiums darüber informierten, dass der gesuchte Verdächtige in Budapest bleiben könne.
Zielspezialisten des Sonderpolizei- und Schnellreaktionsdienstes der ungarischen Polizei (KR NNI) begannen sofort mit der Bearbeitung des Falles. Durch äußerst effektive Ermittlungs- und Überprüfungsbemühungen, die in enger Abstimmung mit den deutschen Behörden durchgeführt wurden, konnten sie den genauen Standort des Verdächtigen ermitteln. Da der Mann als äußerst gefährlich galt, ersuchten die Ermittler die Spezialeinheit des Ungarischen Anti-Terror-Zentrums (TEK) für die Festnahme um Hilfe.
Das Büro half dabei, den Häftling vor ein ungarisches Gericht zu bringen und kümmert sich nun um den notwendigen Papierkram für das bevorstehende Auslieferungsverfahren nach Deutschland.
Wie die ungarische Polizei auf ihrer offiziellen Website hervorhebt, zeigt der Fall, wie wichtig eine schnelle und reibungslose grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit ist. Dank der koordinierten Bemühungen der deutschen Ermittler NEBEK und KR NNI konnte innerhalb kurzer Zeit ein mutmaßlicher Schwerverbrecher festgenommen werden. Unterdessen setzt die Kölner Mordkommission ihre Ermittlungen zum Motiv und den genauen Umständen der Schießerei fort.
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