Deutsche Polizei borgt gebrochenes Rotorblatt einer 20 Meter langen Windkraftanlage, die in der Nordsee treibt

Bild dient nur zu Darstellungszwecken.

Die Bundespolizei hat in Zusammenarbeit mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) ein gebrochenes Rotorblatt einer in der Nordsee treibenden Windkraftanlage geborgen.

Es wurde zwischen dem in Betrieb befindlichen Offshore-Windpark Hohe See der EnBW und dem angrenzenden, derzeit im Bau befindlichen Projekt He Dreiht gefunden.

Die Behörden wurden am 24. Juli über die Klinge informiert, nachdem Arbeitsboote vor Ort versucht hatten, sie zu bergen, jedoch scheiterten.

Als Reaktion darauf wurde ein Patrouillenschiff der Bundespolizei Bad Düben (BP83) entsandt, um den Seeverkehr umzuleiten und die Trümmer zu sichern.

Das Fragment war etwa 20 Meter lang und 2 Meter breit. Es schwebte knapp unter der Wasseroberfläche und war daher für das Standardradar von Schiffen unsichtbar.

Wäre es nicht rechtzeitig gefunden worden, hätte es eine große Unfallgefahr auf den Schifffahrtsrouten der Nordsee darstellen können.

Das Entfernen war jedoch nicht einfach, da die Besatzung vorsichtig ein Abschleppseil an einem der Flügelabschnitte befestigen und es langsam in Richtung Bad Düben führen musste.

Anschließend wurde die Schaufel an Bord der Heckrutsche des Patrouillenboots gehoben. Aufgrund seiner enormen Größe und schweren Struktur wurde es mit Sägen in kleinere Stücke geschnitten, bevor es nach Cuxhaven verschifft wurde, wo es am 27. Juli von einem Kran abgeladen wurde.

Der gebrochene Abschnitt brach von einer der Turbinen des 960-MW-Offshore-Windparks He Dreiht ab, der etwa 85 Kilometer nordwestlich von Borkum liegt.

Mit einem Investitionsvolumen von 2,4 Milliarden Euro stellt das Projekt einen wichtigen Meilenstein der Branche dar, da es Deutschlands erster Offshore-Windpark ist, der vollständig ohne staatliche Förderung errichtet wurde.

He Dreiht ist für den Einbau von 64 Vestas V236-15.0 MW-Turbinen mit Rotorblättern von 115,5 Metern Länge konzipiert und markiert das kommerzielle Debüt der 15 MW-Offshore-Plattform von Vestas.

Die Installation der Offshore-Turbinen begann im April 2025 mit dem Schwerlastschiff Wind Orca von Cadeler. Auch Wind Keeper beteiligte sich am Betrieb, als das Projekt zu etwa 70 % abgeschlossen war.

Weder der Projektentwickler EnBW noch der Turbinenhersteller Vestas haben öffentlich bestätigt, ob das Rotorblatt während der Installation, bei Rotationstests vor der Inbetriebnahme oder aufgrund von Defekten oder Ermüdung gebrochen ist.

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